Liederbuch

Liederbuch (text und Musik Catharina Caspar)

DER SCHÖNE KLAUS (R.I.P. Klaus Barkowsky)

 

Der schöne Klaus ist der König der Unterwelt   

mancher sieht ihn- mancher kennt ihn

Der schöne Klaus bestellt nur was gefällt  

etwas Liebe und ein wenig Kokain

Und sein Blick ist gerädert und sein Gang ist gefedert 

und er weiss genau was er will 

Etwas Schönes und Reines sollte es sein 

vielleicht ein Schmetterling am Stiel 

 

Der schöne Klaus ist nervös wie ein Hundetraum

bei jedem neuen Rendezvous

Er sagt: Baby du kannst mir vertraun

und gibt dir etwas Liebe und ein wenig Kokain

Und das Leben ist so grau und die Sehnsucht so blau 

und du weisst genau was du willst 

Im Maserati durchs Milieu mit dem schönen Klaus 

du bist ein Schmetterling am Stiel 

 

PAN

 

In einem Garten voll Hanf und Mohn

wohnst du mein schöner Pan

Umringt von lieblichen Elfen und Feen

Kannst du mich sehen?

In einem Garten voll Hanf und Mohn

verwegen dein Degen marode dein Thron

Ich putze deinen Huf und kraule dein Fell

wäre so gerne dein Spielgesell`

 

Gesocks und Gesindel 

mit Messer und Spindel

will dir an den Kragen 

sich an dir laben

 

In einem Garten voll Hanf und Mohn

wohnst du mein schöner Pan

Hör wie es flirrt und musiziert

heut´ wird eine Jungfrau defloriert

In einem Garten voll Hanf und Mohn

verwegen dein Degen marode dein Thron

Ich seh´ dein Gesicht im zwiefachen Licht

Siehst du mich nicht?

 

Geisterwesen 

kriechen über den Tresen

sie plärren und zerren

du kannst dich nicht wehren

Im zwiefachen Licht 

seh´ ich dein Gesicht

wie es sich umdreht

und nicht wiederkehrt


ISEGRIM


Hagestolz der versoffene Geck 

ordert ein amtliches Herrengedeck

Jetzt stinkt er vor´m Maul nach Kohl und Karfiol

und betäubt alles Schlimme mit Spritzbesteck

Ich tanze mit ´nem Nerd mit Flokatibart 

auf einem Vulkan der vor Kälte starrt 

Da hinten zockt der Capo di tutti i capi

und hier hockt Marlene aus der Frühclub-Szene 

Die Turmuhr schlägt Zwölf

Ach! Viel zu laut!

Hör´ wie Isegrim den Mond an jault

Nun ist auch der letzte Freund vergrault

Drum trink ich allein und sage Prost 

Herzlichen Glückwunsch und einen Toast

 

Saumselige Piefles halten Maulaffen feil

lehnen am Tresen verarmt und verpeilt

Ein Pomadenhengst spielt die Luftgitarre

lässt die Freudenmädchen mit den Hufen scharren


Durch die Luke des Zweifels mit silbernem Zahn 

grinst mich der Teufel persönlich an

Nun ist Zapfenstreich hier in dieser Spelunke

mein Herz liegt im Rinnstein und niemand findets

 

HAUSBOOT 

 

Wir lebten auf einem Hausboot

ich und Jean-Claude der Chaot

Wir kauften Milch beim Milchmann

und beim Bäcker Brot

Wir lebten auf einem Hausboot

ich und Jean-Claude der Chaot

Wir rauchten was das Zeug hielt

und tranken jede Menge Pernod

 

Manchmal verließen wir das Hausboot

ich und Jean-Claude der Chaot

Wir schipperten die Straßen lang

Arm in Arm alles im Lot

Manchmal verließen wir das Hausboot

ich und  Jean-Claude der Chaot

Er kannte jeden Clochard im Viertel

und grüßte SALUT und SAPPERLOTT

 

Wir lebten auf einem Hausboot

ich und Jean-Claude der Chaot

Er brach mir tausendmal das Herz

und dachte sich nichts Böses bei Gott

Wir lebten auf einem Hausboot

ich und Jean-Claude der Chaot

Doch was uns nicht tötet macht uns stark

und ich sagte „Salut“ zum Tod

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